Ferdinand Porsche, 1932
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Juli ist dem Zündapp Volkswagen gewidmet, der ab dem 1. Juli auf der Museumsstraße zu sehen ist.
Er symbolisierte den wirtschaftlichen Aufschwung der 1950er Jahre und war des Wirtschaftswunders liebstes Kind. Er hat die Deutschen mobil gemacht und die große Reisewelle jenes Jahrzehntes ausgelöst. Seine runden Formen waren stilprägend und haben Designgeschichte geschrieben: Die Rede ist vom Volkswagen Käfer, der in seiner Zeit das meist gebaute Auto weltweit war. Sein Erfinder ist Ferdinand Porsche, dessen Vehikel zur Motorisierung der Volksmassen klein, aber technisch fein und dennoch kostengünstig sein sollte. Diese Vorstellung fand Anklang bei Friedrich Neumeyer, dem Chef der Zündapp-Werke, der Porsche schließlich mit der Herstellung des "Projekts Nr. 12", des sogenannten Zündapp Volkswagens, beauftragte. Dessen Prototypen besaßen bereits die "Käfertypischen" Merkmale rundliche Form und Heckmotor. Nach alten Plänen und einigen historischen Fotografien wurde ein Modell des Nürnberger Käfer-Urahns gebaut, das heute als absolutes Unikat im Museum Industriekultur zu sehen ist.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über den Zündapp Volkswagen, seine Geschichte und Herkunft erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Juli-Schaustücks bietet Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, zwei kostenlose Spezialführungen an:
| Dienstag, 14. Juli 2009: | 16 Uhr |
| Sonntag, 26. Juli 2009: | 14 Uhr |