Vor 30 Jahren brach der Rhein-Main-Donau-Kanal

Der Kanal war damals gerade fertiggestellt und nur teilbefüllt.

Auf einer Länge von 400 Metern floß der Kanal restlos leer. Eine noch größere Katastrophe wurde nur dadurch verhindert, daß ein Querdamm, der 200 Meter von der Unglücksstelle in Richtung Nürnberg sicherheitshalber in den Kanal gebaut worden war, weitere Fluten abhielt. Ohne diesen Damm wäre das Wasser des schon vollständig gefluteten Neubaustückes bis zur Schleuse Nürnberg-Süd, etwa vier Kilometer, ebenfalls ausgeflossen.

Als am Mittag schon Kinder und Passanten kleine Rinnsale aus dem Kanalbett traten sahen, hielten die Zuständigen diese für nicht so dramatisch, doch schon kurzer Zeit später brach der Damm und ca. 350 000 bis 400 000 Kubikmeter Wasser schossen sinnflutartig auf Katzwang nieder und hinterließ ein Bild des Schreckens.

Um 15.56 Uhr ging bei der Feuerwache Süd der Notruf ein, kurz darauf wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

«Greuther Straße. Rhein-Main-Donau-Kanal. Dammbruch.»  Menschen versuchten verzweifelt, ihre Autos in letzter Sekunde an Gartenzäune zu binden und flohen auf Balkone und Dächer, während die Keller in Sekunden vollliefen.

Zum Artikel vom 22.März 2009 im Sonntagsblitz der Nürnberger Nachrichten.

Hamburger Abendblatt von 1979 - Vom Balkon stürzten sie in die Fluten
Einige Bilder und Informationen zum Dammbruch “Geschichte: Der Dammbruch von Katzwang”

Update, Nürnberger Zeitung vom 26.03.2009:
Eine Wasserwalze zerstörte Katzwang


Fotos: SW: NN-Archiv, Farbe: BR-Archiv